Magie, schwarze und weisse, zeremonielle
Bei folgenden Texten handelt es sich um Aphorismen aus dem Gesamtwerk Steiners, die zur Meditation einladen.

GA verweist auf den Band der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe, die Zahl auf die Seitennummer. Das Datum zu Beginn jedes Aphorismus verweist auf das Erscheinungsjahr des Buches oder das Datum des Vortrags. Bei Vorträgen muß berücksichtigt werden, daß der authentische Wortlaut Steiners nicht immer gesichert ist.

Magie

1907 (Mitgliedervortrag)
Mit der Umarbeitung des physischen Leibes geht Hand in Hand die Erlangung der Gewalt über Kräfte, die den ganzen Kosmos durchfluten. Und die Herrschaft über diese kosmischen Kräfte ist das, was man als Magie bezeichnet.100.43

1924 (Mitgliedervortrag)
Noch in der alten Ägypterzeit war die Einwirkung des menschlichen Willens auf das Wachstum der Pflanzen vorhanden; der Wille konnte noch das Wachstum der Pflanzen befördern. Und als die alten Urlehrer noch auf Erden waren, da war es durchaus möglich, auch leblose Naturprozesse in die Gewalt des menschlichen Willens hereinzubringen. Diese Dinge hängen natürlich davon ab, oder hingen davon ab, daß man auch eine genaue instinktive Einsicht in die Zusammenhänge der Welt hatte, die ja der heutigen «groben» Wissenschaft ganz verborgen bleiben. Es hängt diese Art, den Willen zu entfalten, durchaus zusammen mit der Berücksichtigung der instinktiven Erkenntnis dessen, was in der Umgebung des Menschen ist. 236.154

1905 (Esoterischer Lehrgang)
Wenn wir eine Gedankenform sehen, so ist sie eine farbige Wolke, eine in sich vibrierende Bewegung. Will man einen Gedanken erzeugen, dann muß man die betreffende Figur hineinzeichnen in den Astralraum. Darauf beruht das Wirken der Magier; sie zeichnen die Formen in den Raum hinein und umgeben sie dann mit astraler Materie. Man leitet dann längs der Figur astrale Materie. 93a.200

1924 (Berufskurs)
Der Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie besteht lediglich darin, daß man in der weißen Magie eingreift in moralischer Art, in selbstloser Art, bei der schwarzen Magie auf unmoralische, auf selbstische Art. Einen anderen Unterschied gibt es nicht. 317.40

1905 (Esoterischer Lehrgang)
Die Phantasie ist heute die Anlage zu dem späteren Schaffen. Jetzt hat der Mensch höchstens die Imagination. Später wird er magische Kraft haben. Das ist die Kriyashakti. Diese Kraft entwickelt sich in demselben Maße, in dem sich physisch die Zirbeldrüse (siehe: Epiphyse) entwickelt. 93a.48f

Magier oder Weise aus dem Morgenlande

1920 (Mitgliedervortrag)
Was die Weisen aus dem Morgenlande durch die Entwickelung des noch hellsehenden Verstandes als ihre Astrologie, als ihre Art von Astronomie gekannt haben, was ist es heute geworden? Es ist heute zur grauen Mathematik und Geometrie geworden. Wir schauen heute die abstrakten Gebilde an, die wir in der Geometrie und in der Mathematik in der Schule erhalten: das ist der letzte Rest dessen, was in lebendigem Glanze im Weltenlichte beherrscht wurde von jener alten Weisheit, welche die drei Magier aus dem Morgenlande zu dem Christus hinführte. Das äußere Schauen ist inneres Raumes- und Zeitendenken geworden. 202.221

Magier schwarzer

1924 (Mitgliedervortrag)
Sie sehen, wenn das Medium so dasitzt oder in irgendeiner Weise sich manifestiert, das Hereinragen einer anderen Welt. So wie in die Bewegungen des Mediums die Wesen der anderen Welt, diese ahrimanischen Wesenheiten hereinragen können, so auch in die Ausstrahlungen. Und es sind ja immer, namentlich in den Gegenden der menschlichen Organisation, wo Drüsen sind, mächtige Flüssigkeitsausstrahlungen vorhanden. In diese Flüssigkeitsausstrahlungen, in die dringen dann wiederum solche Wesen der elementarischen Welt ein, ebenso in die Atmungsausstrahlungen, in die Lichtausstrahlungen. Nur dann, wenn die chemischen Ausstrahlungen kommen, dann ist ein bewußter Verkehr vorhanden zwischen dem, der diese chemischen Ausstrahlungen benützt, und diesen Wesenheiten, die in diese chemischen Ausstrahlungen hereinkommen. Da beginnt dann die schwarze Magie, das bewußte Arbeiten mit den Wesenheiten, die auf diese Art hereinkommen. Beim Medium, und in der Regel auch bei demjenigen, der mit dem Medium experimentiert, ist ja eigentlich Unbewußtheit vorhanden über die eigentlichen Vorgänge. Beim schwarzen Magier tritt meistens eine volle Bewußtheit darüber auf, daß er sich in die chemischen Ausstrahlungen von Menschenwesenheiten, meistens in seine eigenen, hereinruft diese Wesenheiten der elementarischen Welt. Der schwarze Magier ist also eigentlich immer umgeben von einer Schar von Dienern, die in solchen Elementarwesen bestehen, und denen er entweder durch seine eigenen Ausstrahlungen oder durch Räucherungen, die er in seinem Laboratorium vollbringt, die Möglichkeit gibt, die okkult-chemischen Impulse hier in dieser physisch-sinnlichen Welt zu benutzen. 243.176

Magie schwarze

1903-1908 (Aufsatz)
Es besteht ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen dem Wissen, das zur Macht führt im schlimmen Sinne und den Kräften, die das Leben unterbinden. Der Tod hängt für unsere menschheitliche Evolution durch tiefliegende Gesetze mit dem Egoismus zusammen. Das Wissen braucht, wenn es sich entfalten will, Leben. Alles Wissen, das sich nicht mit Leben sättigt, ist leer, schattenhaft, wirkungslos. Nun gibt es zwei Quellen, aus denen der Mensch Leben schöpfen kann. Die eine fließt ihm zu, wenn er auf dem Gipfel steht, wo alles niedere Verlangen abgestreift ist. Alle Gefühle müssen da eine andere Form angenommen haben, als sie innerhalb der Triebnatur der niederen menschlichen Wesenheit haben. – Die andere Quelle liegt in dem Leben unserer Mitgeschöpfe, gleichgültig, ob diese schon wirklich um uns herum in der physischen Welt leben, oder ob sie sich erst zum Leben drängen. Wissen, das der Neugierde oder dem Machtkitzel entspringt, schöpft seine Kraft aus Wesen, die sich zum Leben drängen, die noch ungeboren sind, und geboren werden wollen. Wer hinter die Kulissen der physischen Wirklichkeit schauen kann, der weiß, wie viele Wesen es mit dem Leben bezahlen müssen, daß die Menschen nach Erkenntnis streben, die nur ihrer Selbstsucht dient. Solange das Erkennen eben nicht über alles niedrig Menschliche hinaus ist, lebt es nicht von der Wahrheit, sondern von der Illusion. Und die Illusion will Nahrung. Diese saugt sie aus dem Leben. 34. 513f

1913 (Mitgliedervortrag)
Wenn man mit einem Begriffe versucht, ein anderes Wesen zu durchdringen, wenn man die Vorstellung zu versenken sucht in das Wesen eines anderen, so ist diese in das Wesen eines anderen hineinversenkte Vorstellung die abgestumpfte Waffe des Kain, die in Abel hineingestossen wurde. Und daß sie so abgeschwächt wurde, diese Waffe, das machte möglich, daß das, was mit einem Ruck in sein Gegenteil verkehrt worden ist, in Evolution übergeht. Und so kommt der Mensch in langsamer Evolution durch immer weitergehende Verstärkung der Erkenntnisse dahin, daß er, was er nicht ausleben durfte in der physischen Welt, weil es da Zerstörungstrieb geworden ist, daß er das nach und nach entwickelt – erst in der gegenständlichen Erkenntnis, dann in der imaginativen Erkenntnis, die schon mehr in das Wesen des anderen geht, in der inspirativen Erkenntnis, die noch näher in das Wesen des anderen dringt, in der intuitiven Erkenntnis, die ganz hineingeht, aber geistig mit dem anderen selbst fortlebt in dem anderen Wesen. So ringen wir uns allmählich herauf, zu begreifen, was dieses Selbst eigentlich ist. Der astralische Leib ist, seiner innersten Natur nach angesehen, der große Egoist; das Selbst ist mehr als der große Egoist, das will nicht nur sich, das will sich noch in dem anderen, das will noch hinübergehen in das andere. Und die Erkenntnis, wie sie auf der Erde errungen ist, ist die abgestumpfte Sucht, in das andere hinüberzutreten, auszudehnen alles, was man ist, nicht nur in sich, sondern weiter über sich hinaus in das andere hinein. Sie ist ein Steigen des Egoismus über sich selbst hinaus. Wenn Sie diesen Ursprung der Erkenntnis zunächst ins Auge fassen, dann werden Sie begreifen, wie überall die Möglichkeit vorliegt, diese Erkenntnis zu mißbrauchen; denn in dem Augenblick, wo diese Erkenntnis abirrt, wird sie sogleich zum Mißbrauch, wenn diese Erkenntnis eine wirkliche Erkenntnis im Selbst ist. In dem Augenblick, wo man versucht, sein Selbst weiterzubringen in den okkulten Erlebnissen, und einem doch dieses eigene Selbst wertvoller bleibt als die anderen Wesen, die man erkennen will, in dem Augenblick ist die Abirrung da. Wenn man diesen Gedankengang verfolgt, kommt man eigentlich zu einer wirklichen Vorstellung über das, was schwarze Magie ist, denn die beginnt da, wo okkulte Tätigkeit hineingetragen wird in die Welt, ohne daß man in der Lage ist, zuerst seine Interessen zu Weltinteressen auszudehnen, ohne daß man andere Interessen mehr schätzen kann als seine eigenen Interessen. So wie der Mensch seinen astralischen Leib innerlich erlebt, so ist es nicht der wirkliche Astralleib, so ist es der astralische Leib, wie er sich spiegelt im Ätherleib. Und was der Mensch sein Selbst nennt, ist nicht das wirkliche Ich, ist das Ich, wie es sich spiegelt im physischen Leib. Spiegelbilder seines Inneren erlebt der Mensch nur. Und wenn er unreif die Gestaltungen dieses eigenen inneren Astralleibes und Ich erleben würde, so entstünden in ihm Zerstörungstriebe, so würde er ein aggressives Wesen, so entstünde in ihm die Lust zu schaden. Und diese Dinge liegen ja aller schwarzen Magie zugrunde. Wenn auch die Wege, welche die schwarze Magie geht, sehr verschieden sind, der Effekt, den sie erzielen, hat immer etwas von einem Bündnis mit Ahriman oder Shiva. 145.147ff

1906 (Mitgliedervortrag)
Der Schwarzmagier dürstet danach, zu töten, Leere um sich her zu schaffen in der Astralwelt, weil diese Leere um ihn her das Feld für ihn schafft, auf dem er seine egoistischen Leidenschaften entfalten kann. Dazu bedarf er der Kraft, deren er sich bemächtigt, indem er die Lebenskraft alles Lebendigen an sich reißt, das heißt, indem er tötet. Deshalb lautet das erste Gesetz der schwarzen Magie: Man muß das Leben besiegen. Daher lehrt man in gewissen schwarzmagischen Schulen die Schüler die abscheuliche, grausame Praktik, lebenden Tieren Messerstiche zu versetzen, mit genauer Angabe der Körperstelle des Tieres, die in dem, der das Opfer vollzieht, diese oder jene Kraft erwachsen läßt. Äußerlich gesehen kann man Gemeinsamkeiten zwischen der schwarzen Magie und der Vivisektion konstatieren. 94. 64f

1918 (Mitgliedervortrag)
In gewissen schwarzmagischen Schulen besteht die Gepflogenheit, sich die Eigenschaften, die man braucht zu schwarzer Magie, dadurch anzueignen, daß man den Zögling in lebendes Fleisch von Tieren zunächst schneiden läßt. Dadurch werden gewisse Eigenschaften der Seele anerzogen. Das kann nicht jeder machen in der Gegenwart. Aber dieselbe Lust befriedigt mancher einfach in seinem Begriffssystem, wo es zwar nicht zur schwarzen Magie führt, aber zur Zivilisation der Gegenwart. Kritisieren ist ja in vieler Beziehung Schneiden. Und weil die Menschen in der Gegenwart nicht gerade den Mut haben, diese Grausamkeit äußerlich zu betreiben, sind sie grausam in Begriffen und Ideen. Und in vielen Werken der Gegenwart merkt man diese Grausamkeit an in der Art der Schilderung, in der Art der Darstellung, und vielem, was getan wird und gesagt wird in der Gegenwart, merkt man die Grausamkeit an, die auf dem Grund der menschlichen Seele in viel weiterer Verbreitung vorhanden ist, als man denkt. Und von dieser Eigenschaft ist vieles, vieles in der Gegenwart durchsetzt. 172.114f

1924 (Berufskurs)
Von allen möglichen Stellen gehen allerlei Anweisungen an den Menschen aus, wie man Gedankenkraft entwickeln kann, wie die Gedanken mächtig werden können. Man möchte sagen: Keime von dem, was man früher im Geistesleben genannt hat «schwarze Magie» und auch fortdauernd so nennt, werden dadurch überallhin ausgestreut. 318.134

1912-14 (Mitgliedervortrag)
(Allerdings) gibt es keine Menschenseele – mit Ausnahme von Schwarzmagiern –, in welcher nicht die Grundlage des moralisch Guten wäre. 155. 102

1924 (Mitgliedervortrag)
Heute ist selbst die Naturwissenschaft so weit, daß sie gewisse Lichtausstrahlungen, die verbunden sind mit Wärmeausstrahlungen, in der physikalischen Dunkelkammer zur Anschauung zu bringen. Und gerade die Experimente von Moriz Benedikt in dieser Beziehung sind außerordentlich interessant. Aber die Möglichkeit, so richtig mit diesen Ausstrahlungen, mit Wärme und Lichtausstrahlungen zu arbeiten, haben eigentlich immer nur diejenigen Menschen gehabt und haben sie noch heute, die Vorbereitungen machen, in denen eben nicht nur die gewöhnlichen Machinationen der physischen Welt sich ausdrücken, sondern welche Vorbereitungen machen mit besonderen Räucherungen, mit der Entwickelung besonderer Dämpfe, auch mit der Entwickelung besonderer Gerüche, mit dem Mischen von besonderen Stoffen und so weiter, wodurch dann all jene magischen Vorgänge entstehen, von denen ja reichlich in einer älteren magischen Literatur die Rede ist. Alle diese magischen Vorbereitungen haben den Zweck, es dazu zu bringen, daß diese Kräfte, die in Wärme- und Lichtausstrahlungen des Menschen liegen, zur Geltung kommen. Und Sie können ja recht bedenkliche und recht gefährliche Anleitungen dazu lesen in den Schriften von Eliphas Levi, auch in denjenigen von Encausse, der unter dem Namen Papus geschrieben hat. Da finden Sie bedenkliche und durchaus gefährliche Anleitungen zu solchen Dingen. Alle diese Dinge führen dann hin zur direkten schwarzen Magie, wo mit dem im Irdischen verborgenen Geistigen gearbeitet wird. Mit welchem Geistigen? Nun, ich habe Ihnen einmal gesagt, daß einmal der Mond mit der Erde verbunden war. Aber zahlreiche Kräfte hat der Mond nicht mit sich hinausgenommen, nicht alle, die zu ihm gehören. Es sind viele zurückgeblieben in der Erde und durchsetzen nun Mineralien, Pflanzen und Tiere. Die sind heute noch da, diese Mondenkräfte. Wenn man also mit Mondenkräften auf der Erde hier arbeitet, Kräften, die eigentlich nicht zu den normalen Mineral, Pflanzen-, Tier- und Menschenkräften gehören, dann kann man mit diesen Mondenkräften auf ungehörige Art direkt in das Gebiet hineinkommen, in dem man mit den Wesenheiten zusammenkommt, die als Elementarwesen manches von den Mondenwesen lernen, aber auf eine Art lernen, die nicht in unsere Welt gehört. Und so arbeitet der schwarze Magier auf der einen Seite mit den Mondenkräften, die noch hier auf (in) der Erde sind. Aber dadurch, daß er so arbeitet, kommt er in Zusammenhang mit Elementarkräften, die direkt zuschauen, was auf rechte Weise vorgeht zwischen den Menschen und den Mondenwesen, lernen, der physischen Welt möglichst nahezukommen; die gucken entweder herein oder betreten diese physische Welt auch. Aber der gewöhnliche Mensch, bei dem das alles im Unterbewußtsein bleibt, hat mit ihnen nichts zu tun. Der schwarze Magier, der mit den Mondenkräften arbeitet, der in seinen Retorten, in seinen Tiegeln und Räucherungen überall die Mondenkräfte besitzt, der wird umschwirrt von diesen Kräften. Da kommt der Mensch durch die Benützung dieser Mondenkräfte in die Region, wo Wesenheiten, die in den Dienst der Mondenkräfte eingetreten sind, zum Verkehr mit Menschen bereit sind. Und da entstehen dann die Zentren schwarzer Magie, wo die Magier mit Mondenkräften zusammenarbeiten, mit Geistern, die direkt sich in den Dienst, aber in einen bösen Dienst der Mondenkräfte gestellt haben. Es ist auch dadurch, daß mancherlei gerade im Laufe der letzten Jahrhunderte nach dieser Richtung gearbeitet worden ist, in der Erde eine bedenkliche Atmosphäre geschaffen worden.

1924 (Mitgliedervortrag)
Und diese bedenkliche Atmosphäre ist da. Es schwirren und weben viele solche Kräfte herum, die aus einer Verbindung von menschlicher Tätigkeit mit Mondeningredienzien und Mondendynamik mit Elementarwesenheiten hervorgehen, die im Dienste ungehöriger Mondenkräfte stehen. Diese bedenkliche Atmosphäre, die ist da. Und das ist die Region, die gerade stark nun dem entgegenarbeitet, was aus der Sonnenregion kommen soll im Zeitalter des Michael, und was die Vitalstrahlung im reinen Seelisch-Geistigen ganz besonders berücksichtigen soll. 243. 153ff

1917 (Mitgliedervortrag)
Wir kommen drüben (im Leben nach dem Tode) gar nicht zu einem ordentlichen Ich-Bewußtsein, wenn wir nicht in uns die Kraft finden können, drüben zu unterscheiden: Was ist in uns – Angelos? Elohim? Was ist ein Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, was ein Wesen aus der Hierarchie der Exusiai, der Formgeister. Wir müssen da drüben unterscheiden lernen, wir müssen die Kraft haben, loszulösen von dem, was mit uns verbunden ist, dasjenige, was wir erkennen wollen; sonst ist es in uns, steht nicht außer uns. Hier (in dem Erdenleben) müssen wir mit dem, was draußen ist, zusammenkommen, es anschauen; dort müssen wir es von uns loslösen, damit wir mit ihm verbunden sein können. Nun, wie die Welt jetzt ist in der Menschheitsentwickelung, können wir dasjenige, was wir sonst wie schlafend nur in uns tragen würden, nur dadurch loslösen, daß wir uns spirituelle Begriffe aneignen.

Wenn der Mensch sie sich aneignet, entwickeln sie nach dem Tode eine ungeheure Kraft, durch die wir dort überhaupt erst die Fähigkeit gewinnen, die geistige Welt zu erkennen, zu durchschauen. So erwerben wir uns durch die spirituellen Ideen und Begriffe diejenige Weisheit, die wir brauchen, damit wir drüben ein Licht haben; sonst ist alles dunkel. Dasjenige, was wir hier als Weisheit angeeignet haben, ist drüben Licht, geistiges Licht. Und wenn wir uns keine spirituellen Begriffe aneignen, so ist das eben das beste Mittel, drüben kein Licht zu haben. Aber wenn man kein Licht hat, so bewegt man sich weg aus der Sphäre, die man beleuchten sollte, und kommt eben zurück zur Erde und wandelt als Toter als zerstörendes Zentrum auf der Erde herum, kann dann höchstens ab und zu von einem schwarzen Magier dazu benützt werden, um die Inspiration zu liefern zu ganz besonderen Verrichtungen und zu zerstörerischen Werken auf der Erde. 178. 53f

1909 (Mitgliedervortrag)
Dadurch, daß Luzifer in der lemurischen Zeit auf den Menschen gewirkt hat, wurde dem Menschen nichts anderes verdorben als der Einfluß, den der Mensch noch in der atlantischen Zeit gehabt hat, indem er auf die Luft und Wasserkräfte wirken konnte. Die Menschen in der atlantischen Zeit verfügten noch über die Samenkräfte, die in den pflanzlichen und tierischen Naturen sind und sie so herausziehen konnten, wie (nun) der heutige Mensch aus der Steinkohle die Kräfte herauszieht, die er als Dampfkraft zum Treiben seiner Maschinen verwendet. Wenn diese Kräfte extrahiert werden, herausgezogen werden, dann stehen sie in einem geheimnisvollen Zusammenhange zu den Naturkräften in Wind und Wetter und so weiter; und wenn sie der Mensch verwendet in einer den göttlichen Absichten entgegenstehenden Absicht, dann werden diese Naturkräfte heraufgezogen gegen den Menschen.

Dadurch kam die atlantische Überflutung und diejenigen verheerenden Naturgewalten, die dann den Untergang des ganzen atlantischen Kontinentes bewirkten. Aber der Mensch hat vorher schon nicht mehr eine Verfügung gehabt über die Kräfte des Feuers und der Verbindung dieser Kräfte mit gewissen geheimen Kräften der Erde. Feuer und Erde in einem gewissen Zusammenwirken wurden schon früher eigentlich dem Menschen entzogen.

Jetzt aber, durch den Einfluß Ahrimans und seiner Genossen, kam in einer gewissen Weise der Mensch wiederum, und zwar jetzt in verderbenbringender Weise zur Macht über Feuer- und Erdenkräfte. Und manches, was Sie hören über die Verwendung des Feuers im alten Persien, hängt mit dem zusammen, was ich Ihnen jetzt sage: Manche Kräfte, die getrieben werden als schwarze Magie und die damit zusammenhängen und dazu führen, daß der Mensch sich noch über ganz andere Kräfte hermacht und da einen Einfluß gewinnt über Feuer und Erde, können gewaltige, verheerende Wirkungen wachrufen. Schwarze Magie hätte von den Nachkommen der Atlantier selbst noch im alten Persien getrieben werden können, wenn nicht durch die Lehre des Zarathustra darauf hingewiesen worden wäre, wie Ahriman als feindliche Macht auf die Menschen so wirkt, daß er sie umstrickt, sie verdüstert gegenüber dem, was hinter der Sinneswelt als wirkliche geistige Gewalt hervorkommen soll. 107.169f

1909 (Mitgliedervortrag)
In dem atlantischen Zeitalter konnte der Mensch die Lebenskraft beherrschen. In der lemurischen Zeit gehörte es zu den Kräften des Menschen, die tierischen Samenkräfte zu beherrschen, und es kam sogar dazu, daß der Mensch, der Lemurier, diese tierischen Samenkräfte dazu verwandte, tierische Formen in menschliche umzuwandeln.

Mit jeder solchen magischen Wirkung des Menschen auf die Samenkräfte ist verbunden eine Einwirkung, eine Entfesselung der Feuerkräfte. Wenn nun solcher Wille böse wird, dann werden die schlimmsten Kräfte der schwarzen Magie entfaltet und aufgerufen (Lemuria ging durch Feuer zugrunde). Und heute noch werden die schlimmsten Kräfte auf (in) der Erde dadurch entfesselt, daß schwarze Magier Unfug treiben mit solchen Kräften, die im allgemeinen der Menschheit entzogen sind. Kräfte sind das, gewaltige und heilige, die in den weisen Händen würdiger Lenker zum höchsten und reinsten Dienste der Menschheit verwendet werden können. 109. 241f

1906 (Mitgliedervortrag)
Es war eine Eigenschaft des lemurischen Zeitalters, daß damals die oberen Schichten der Erde nur sporadisch entwickelt waren, gleichsam nur als Inseln, so daß von der Feuerschicht viel nach außen drang. Die Feuerschicht ist die Grundlage der anderen Schichten. Der damals noch stark wirkende Wille des lemurischen Menschen vermochte noch magisch einzuwirken auf diese Feuerschicht. Der Wille wirkt eben auf die Feuerschicht. So besteht ein Zusammenhang zwischen dem Inneren des Menschen und dem Inneren der Erde. Der Erdenzersplitterer, die Kainsschicht, erfährt durch eine fortdauernde sittliche Entwickelung des Menschen eine Umwandlung. Was der Mensch auf der Erde tut, das gestaltet nach und nach den ganzen Erdenplaneten um. Und wenn die weiße Magie einmal hervorragend fortgeschritten ist, dann wird der Erdkern auch anders. Nur die schwarzen Magier werden ausgeschieden werden auf eine Art von Mond, wenn unser Planet einmal vergeht.

1906 (Mitgliedervortrag)
Wenn nun heute ganz bestimmte böse Willensimpulse zusammenwirken, dann wirken sie auf die Feuerschicht, und es kann dann sein, daß sich die Erschütterung der Feuerschicht fortsetzt auf die Wasserschicht, und durch die anderen Schichten hindurch, bis zur obersten. Dadurch kommen Erdbeben, Vulkaneruptionen, Seebeben und so weiter zum Ausbruch. 94. 181f

1906 (Mitgliedervortrag)
Die Kraft, durch die der Mensch aus dem Devachan wiederum herunterkommt, hat etwas zu tun mit der Feuerschicht. Der Mensch bringt die Feuerschicht insofern in Bewegung, als sein ihn zur Verkörperung führender Wille bei seiner Geburt besonders niederer, sinnlicher Art ist. 94.183

1906 (Mitgliedervortrag)
Die sechste Schicht des Erdinneren ist die Feuer-Erde, eine Substanz, die aus purem Willen besteht, Elemente des Lebens, der Bewegung, ohne Unterlaß durchzogen von Impulsen, von Leidenschaften, ein wahrhaftes Reservoir von Willenskräften. Der siebte Kreis ist der Spiegel der Erde, ähnlich einem Prisma zerlegt es jedes Ding, das sich darin spiegelt, und läßt das Gegenbild dazu erscheinen. Achtens: In diesem Kreise erscheint alles zerstückelt und bis ins Unendliche wiedererzeugt. Neuntens: Diese letzte Schicht besteht aus einer mit moralischer Aktivität ausgestatteten Substanz, aber ihre Moralität ist entgegengesetzt derje nigen, die sich auf der Erde entfalten muß. Diese Substanz ist entgegengesetzt allem, was unter Menschen gut und schön ist. Die Bemühung der Menschheit zur Verbreitung der Brüderlichkeit auf der Erde vermindert in entsprechendem Maße die Macht dieser Sphäre. Diese neunte Schicht ist der substantielle Ursprung von dem, was auf der Erde als schwarze Magie erscheint, das heißt als Magie, die auf dem Egoismus begründet ist. 94.109 Der Erdkern ist substantiell dasjenige, durch dessen Einfluß auf der Welt schwarze Magie entsteht. Von hier geht die Kraft des geistig Bösen aus. 95.142

1907 (Mitgliedervortrag)
Die 8. Schicht wurde von der Schule des Pythagoras die Sphäre der Zahlen genannt, und zwar wegen einer Eigentümlichkeit, die wir gleich kennen lernen werden. Unsere okkulten Schulen nennen sie den Zersplitterer. Würde man nämlich gegen dieselbe etwa eine Blume halten, also so, daß wir versuchten, gleichsam durch die Blume hindurch die Schicht zu betrachten, so würden wir dieselbe unendlich oft vervielfältigt sehen. Würde man dagegen dieses Experiment mit einem Stein versuchen, so würde keine Vervielfältigung eintreten. Nur lebende Naturformen oder mit künstlerischem Sinn Geschaffenes ist hierzu geeignet. Diese Region ist nun der Sitz alles Unharmonischen, aller Unmoral, alles Unfriedens. Alles strebt dort auseinander. Sie ist das Gegenteil von Liebe. Gelingt es einem Schwarzmagier, bis zu ihr vorzudringen – und es steht dies im Bereich seiner Kräfte –, so wird das Böse in ihm noch gewaltig verstärkt. Auf diese Sphäre hat nun die jeweilige Moral der Menschen einen ungeheuren Einfluß. Wenn es den Menschen immer mehr gelingt, die Unmoral zu beseitigen und die Moral an ihre Stelle treten zu lassen, so wird sich auch diese Zone immer mehr und mehr zur Ruhe begeben. Dann findet auch ihrerseits wieder eine Rückwirkung auf die Gesinnungen der Menschen statt.

Die neunte und letzte Schicht ist sozusagen der Wohnsitz des Planetengeistes. Sie zeigt zwei eigentümliche Erscheinungen. Man könnte sie mit einem Menschen vergleichen, denn sie besitzt ein Organ, das einem Gehirn ähnelt. Ein anderes Organ gleicht einem Herzen. Auch der Planetengeist ist Veränderungen unterworfen, die mit der Entwickelung der Menschen in engem Zusammenhange stehen. 97. 281f Die neunte Schicht, welche unmittelbar den Erdmittelpunkt umgibt ist für den heutigen Menschen, selbst für den schon vorgeschrittenen Geistesschüler, außerordentlich schwer zu durchschauen. Man kann nur sagen, daß man gewahr werden kann, wie bestimmte Teile des Erdinneren eine gewisse Beziehung zu einzelnen Organen des menschlichen und tierischen Leibes haben. Vor allem finden Sie da Kräfte, die an den Umkreis verlegt sind. Das sind Kräfte, deren Wirkensweise schwer zu beschreiben ist. Sie stehen in einem lebendigen Zusammenhang mit dem menschlichen Gehirn und weiter nach innen mit menschlichen Hirnfunktionen. Noch weiter nach innen liegen in dieser Sphäre solche Kräfte, die einen Zusammenhang mit den menschlichen und tierischen Fortpflanzungskräften besitzen. 96.38

1906 (Mitgliedervortrag)
Die neunte Schicht ist das Erdgehirn. Dort wirkt das Böse magisch. Schwarzmagische Kunst steht damit in Verbindung. 94.181
Magie weiße

1906 (Mitgliedervortrag)
Der weiße Magier will den anderen Seelen das geistige Leben geben, das er in sich selbst trägt. 94.64

Magie zeremonielle

1905 (Esoterischer Lehrgang)
Sie besteht darin, daß man sich gewisse Kunstgriffe aneignet auf dem physischen Plane, um bestimmte Gebilde und Wesenheiten auf dem Astralplan zu schaffen. Es gibt Schulen, in denen zeremonielle Magie heute noch getrie ben wird. Ein solches Treiben verursacht einen großen Hang zur Astralwelt und bewirkt sehr häufig Selbstmord, weil dann der Mensch fast nur in der astralen Welt tätig ist und sich abgewöhnt hat, die physische Welt um ihrer selbst willen zu nehmen. Er hat den Hang zur anderen Welt ausgebildet und der physische Körper ist ihm dann oft hinderlich. 93a.220

1917 (Mitgliedervortrag)
Man kann sich einmal vergegenwärtigen, wie die Menschen, bei denen abgeklungen ist diese Fähigkeit (zur Geistesschau), bei denen sie nicht mehr so lebendig vorhanden war wie früher, wie die Menschen an der Wende des 4. zum 5. nachatlantischen Zeitraumes bemüht waren, durch Surrogate sich den Weg zu bahnen zum Anschauen gewisser geistiger Vorgänge, die eigentlich in ihrer Wahrheit nur übersinnlich geschaut werden können. Und das geschah vielfach durch äußere Mittel. Sagen wir, solch ein Mann, der da versuchte, Anschauungen über die geistige Welt zu gewinnen, und der nicht die starke Kraft in sich aufrufen konnte, um rein geistig diese Anschauungen zu gewinnen, er tat das so, daß er gewisse Substanzen nahm, diese verbrannte und einen durch die Mischung ganz bestimmter verbrennender Substanzen hervorgerufenen Rauch in bestimmte Bewegungen brachte, die er hervorrief durch ganz bestimmte, wiederum überlieferte Formeln, der Rauch nahm bestimmte Formen an, und waren die Formeln die richtigen, so war nicht bloß das erreicht, daß der Rauch bestimmte Formen annahm, sondern diese Formen gestatteten dann auch den geistigen Wesen, die nicht bloß geistig sich ihm nähern konnten, in seine Sphäre hereinzukommen – geistige Wesenheiten elementarischer Natur. 171.298f Gewisse Arten der zeremoniellen Magie haben die Eigentümlichkeit, daß sie wirklich eine gewisse Wirkung haben auf den physischen Menschenapparat. Alles Physische ist ja schließlich eine Offenbarung des Geistigen. Dasjenige Geistige, das unter dem Einflusse gewisser zeremonieller magischer Verrichtungen entsteht, kann hereinwirken in den physischen Menschenapparat, in das Gangliensystem (siehe: Nervensystem sympathisches), in das Rückenmarkssystem. Am schwierigsten aber ist es, durch die Verrichtung der zeremoniellen Magie auf das Zerebralsystem zu wirken. 174.194

Magie zeremonielle – Gesellschaften mit zeremonieller Magie

1917 (Mitgliedervortrag)
Stellen wir uns also vor, gewisse okkulte Gesellschaften treiben eine gewissen grauen oder schwarzen Seiten hingewendete zeremonielle Magie, und sie beeinflussen ihre Zugehörigen in der Richtung, daß Einflüsse genommen werden bis in den physischen Leib hinein in die feineren Schwingungen und Webungen des physischen Leibes, aber immerhin in den physischen Leib hinein. Da fließt gleichsam das Geistige in den physischen Leib hinein. Durch solche Verrichtungen ist die Möglichkeit gegeben, daß die geistige Welt, ohne daß der Mensch ihr entgegengeht auf dem Wege der zeremoniellen Magie, einen Einfluß gewinnt auf Menschen, die teilnehmen an solchen Verrichtungen zeremonieller Art. Das heißt, es wird die Möglichkeit geschaffen, daß Tote, neben anderen Geistern, auf diejenigen, die eingesponnen sind in einen solchen Ring, der durch die zeremonielle Magie geschaffen wird, einwirken. Dadurch aber kann der Materialismus unserer Zeit gewissermaßen übermaterialisiert werden. Denken Sie sich, ein Mensch sei ganz und gar, nicht bloß in bezug auf seine Weltanschauung, sondern in bezug auf sein ganzes Empfinden, auf sein Fühlen materialistisch gesinnt, und das sind im Westen ungeheuer viele Leute. Nun steigert sich diese materialistische Gesinnung noch in hohem Maße. Dann bekommt er den Drang, nicht nur einen Einfluß zu haben auf die materielle Welt, solange er im physischen Leibe lebt, sondern über den Tod hinaus. Er strebt an: Wenn ich sterbe, so will ich irgendeine Stätte haben, durch die ich auf die lebenden Menschen, die ich zurückgelassen habe auf der Erde, oder die abgerichtet werden für mich, wirke. Und solche Instrumente, durch die der Mensch sich eine materielle Herrschaft sichert über den Tod hinaus, das sind eben Stätten gewisser zeremonieller Magie. Denken Sie sich, eine Anzahl von Menschen werde zusammengetan zu einer gewissen Bruderschaft. Diese Menschen wissen zunächst: uns sind andere vorangegangen, die, welche so starke Herrschaftsmachtgedanken ausgeprägt haben, daß ihnen das Leben nicht genug war, um sie zu verwirklichen, daß sie über den Tod hinaus verwirklichen wollen. Für sie schaffen wir einen Kreis, und durch das, was wir tun, durch die zeremoniellen magischen Handlungen, die wir vornehmen, wirken sie in unsere Leiber herein. Wir bekommen stärkere Macht dadurch, als wir haben, wir werden dadurch in die Lage versetzt, wenn wir den andern, schwachen Menschen, die außerhalb solcher Gesellschaften stehen, entgegentreten, eine gewisse gesteigerte magische Macht über sie auszuüben. Wenn wir ein Wort sagen, wenn wir eine Rede halten, dann wirken durch uns diese Toten mit. Diese Menschen, die sich so in die Kreise gewisser zeremoniell- magischer Gesellschaften begeben, sichern sich selber wiederum eine Macht über den Tod hinaus, gewissermaßen eine ahrimanische Unsterblichkeit. Und dieser Gedanke lebt heute in viel mehr Menschen, als Sie denken, der Gedanke, sich eine ahrimanische Unsterblichkeit zu sichern. Solche Gesellschaften gibt es die mannigfaltigsten. 174.194ff

1917 (Mitgliedervortrag)
Es ist immer nur eine kleine Anzahl von Menschen, die mit all diesen Dingen vertraut sind, denn solche Gesellschaften sind in der Regel so organisiert, daß die zeremonielle Magie namentlich auf diejenigen wirken soll, die ahnungslos sind, auf Menschen, die ein gewisses Bedürfnis haben, mit der geistigen Welt in Beziehung zu treten durch allerlei symbolische Handlungen. Solche Menschen gibt es viele. Es sind wahrhaftig an sich nicht die schlechtesten Menschen, die das erreichen wollen.

Solche Menschen werden nun in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingenommen, und eine kleine Anzahl setzt sich dann zusammen, die eigentlich nur sich der andern, die in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingesponnen sind, als Instrumente bedienen. Daher sollte man vorsichtig sein gegenüber allen sogenannten okkulten Gesellschaften, welche sogenannte höhere Grade verwalten, deren Ziele für die unteren Grade ein Geheimnis bleiben. 174.167

1917 (Mitgliedervortrag)
Gewisse Kräfte, die berechtigt waren in der dritten nachatlantischen Zeit, wirken herein in unsere Zeit. Und geradso wie der Mensch gerechterweise die Verbindung mit seinem richtigen Angelos findet, so kann er auch den Zugang finden, wenn er solche Kräfte, solche Impulse sucht, die aus der Welt der Toten in gekennzeichneter Weise (durch zeremonielle Magie) ahrimanische Verstärkungen sind, zu diesen zurückgebliebenen Geistern aus der ägyptisch-chaldäischen Zeit, zu diesen zurückgebliebenen Angeloi. Diese spielen eine große Rolle in solchen okkulten Gesellschaften, welche zeremonielle Magie betreiben. 174.199

1917 (Mitgliedervortrag)
Wer sich ein wenig Einblick verschafft in die ungeheuer große Zahl von solchen Gesellschaften des Westens, welche zeremonielle Magie treiben, der kann eine Ahnung bekommen, welches ungeheuer wirksame Instrument für weitgehende Weltenpläne solche Gesellschaften sein können. 174.198

Magische Kräfte im alten Sinne

1909 (Mitgliedervortrag)
Was geschah bei dem, der im alten Sinne eingeweiht worden war? Er bekam eben den Eintritt in die geistige Welt, ihm wurde das Auge geöffnet für die geistig wirksamen Kräfte, das heißt, er sah hinein in den Zusammenhang von Blut und geistig wirksamen Kräften. So sah ein solcher Eingeweihter hinauf bis zu dem Anfang des Blutstromes, der durch die Generationen zog, und er fühlte sich mit seiner Seele identisch mit dem ganzen Volksgeist, der seine Physiognomie in dem ganzen Volksblut hatte. Und er war in gewissem Grade Herr über bestimmte magische Kräfte im alten Sinne. Derjenige, welcher noch näher charakterisieren wollte, woran eigentlich die magischen Kräfte haften, die in den Blutsbanden sind, müßte sagen: Sie haften an dem das ganze Volk durchziehenden, in allen Volksgliedern lebenden Weiblichen. 112.188f
Zur zeremoniellen Magie siehe auch die website: http://www.theohistory.org/
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