Wesen und Erscheinung der Anthroposophie





5. Kluft zwischen Wissenschaft und Lebenswelt

Durch ihre einseitige Ausrichtung haben sich die Wissenschaften immer weiter von der Lebenswirklichkeit entfernt. Die wissenschaftlichen Sprachen wurden immer artifizieller, die in den einzelnen Disziplinen aufgehäuften Informationen wuchsen zu immer gewaltigeren Bergen an und ersticken die Erkenntnissehnsucht in einem Wust von Unwesentlichkeit. Die Vermehrung der wissenschaftlichen Kenntnisse hat aber nicht zu einer Vermehrung des sozialen Friedens, der Gesundheit und des Wohlstands geführt, sondern zu einer Zunahme von sozialen Konflikten, Krankheit und Armut. Daß eine direkte Korrelation zwischen der Vermehrung des wissenschaftlichen Wissens und seiner Anwendung auf das Leben auf der einen Seite und der Zunahme des sozialen und seelischen Elends der Menschheit auf der anderen Seite besteht, wird von Vertretern der wissenschaftlichen Autorität kaum zugegeben werden, ergibt sich aber einer halbwegs nüchternen Betrachtung ohne weiteres.

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